“Une Terre Culturelle” ist ein Verein für außerschulische, politische und zivilgesellschaftliche Bildung, er setzt internationale pädagogische Mobilitätsprojekte als Werkzeuge für die lokale Entwicklung ein. 2019 erhielt Une Terre Culturelle den De-Gaulle-Adenauer-Preis für seinen Beitrag zu den deutsch-französischen Beziehungen.

Une Terre Culturelle, Wozu?

Une Terre Culturelle ist ein Verein für nachhaltige zwischenmenschliche Entwicklung auf der Grundlage gegenseitigen und kontinuierlichen interkulturellen Lernens. Der Verein entwickelt Projekte und Aktionen rund um interkulturellen Austauschs in direkter Verbindung mit lokalen Begebenheiten. Diese Aktionen befassen sich mit verschiedenen aktuellen und voneinander abhängigen Themen wie Bildung, soziale Eingliederung und Ökologie. Sie zielen darauf ab, die interkulturelle Sensibilität der Öffentlichkeit zu entwickeln. Die Profile der Teilnehmer*innen unserer Projekte sind sehr vielfältig, der Grosteil unserer Projekte wendet sich an junge Menschen mit weniger Mobilitätsmöglichkeiten.

Jede*/r einzelne Teilnehmer*/in der internationalen Austauschprojekte, ob Sozialarbeiter*in, Erzieher*in, Pädagog*in, Jugendliche*r, junge*r Erwachsene*r oder, Freiwillige*r, bringt seine bzw. ihre  persönlichen Prägungen mit und agiert als Wissensträger der eigenen sozial-kulturellen Umgebung. Indem sie einander begegnen, lösen diese Menschen mit verschiedenen soziokulturellen Hintergründen einen Prozess des zivilgesellschaftlichen Wachstums, der Offenheit und des täglichen Engagements aus.

Alle Aktionen von Une Terre Culturelle sind im sozialen und lokalen Unternehmertum verwurzelt. Mobilität und Begegnungen als Werkzeuge der Entwicklung ermöglichen es uns, über Vorurteile hinauszugehen und den Menschen zu helfen, andere Realitäten zu entdecken und gleichzeitig eine Reflexion über die Verbindungen zwischen den einzelnen Menschen anzustoßen. Durch die Umsetzung dieser Aktionen zur zivilgesellschaftlichen Bildung trägt Une Terre Culturelle zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen in unseren Gesellschaften bei. Dieser Schritt ist Teil des Prozesses des Lernens über das Anderssein und des Entstehens eines echten Werkzeugs für lokale und internationale Solidarität.

Unsere Entstehung

Das Projekt “Une Terre Culturelle” (UTC) entstand Anfang der 1990er Jahre im Sozialzentrum Saint-Mauront Bellevue (Bezirk Félix Pyat) in Marseille. Das Sozialzentrum führte Sozial- und Animationsaufgaben für die Bewohner*innen des Viertels durch. 

1992/1993 markiert ein Projekt mit Jugendlichen aus Portugal (Porto) den Beginn des internationalen Austauschs. Ziel war es, diese Jugendlichen bei der Umsetzung des Projekts zu unterstützen und insbesondere an der Mobilität und der Stigmatisierung der Bewohner des Viertels zu arbeiten. Dieses Experiment war ein Erfolg und führt zu weiteren Austauschprojekten.

Der Verein Une Terre Culturelle wurde 2002 gegründet, und die im Namen des Sozialzentrums organisierten Austauschprogramme endete 2004. Zu Beginn werden alle Aktivitäten von ehrenamtlichen Mitgliedern durchgeführt. Eine Gruppe von Akteur*innen und Jugendlichen, die am ersten Jugendaustausch teilgenommen hatten, engagiert sich besonders für den Verein. 2006 stellt dieser seinen ersten Mitarbeiter ein. 

Das DFJW (Deutsch-Französisches Jugendwerk), ein langjähriger Partner des Vereins, stellt 2010 Mittel für die Schaffung der Stelle eines pädagogischen Mitarbeiters des DFJW zur Verfügung. Im Laufe der weiteren Projekte und aufgrund der Erweiterung der Aktivitäten des Vereins stieg die Anzahl der Angestellten bis 2020 auf 10 Personen an.

2018 ist ein Wendepunkt für den Verein.  UTC erwirbt eine Gebäudes im Stadtteil Sainte-Marthe im 14. Bezirk von Marseille: das “Maison de l’Interculturel et du Volontariat, Maison IV” (Haus der Interkulturalität und des Volontariats, Haus IV). Es handelt sich hierbei um ein neues Zentrum für Ressourcen, Unterkunft, Fortbildungen, Interkulturellen Treffpunkt, den Freiwilligendienstes und die Büros des Vereins. 

Unsere Ziele

Internationale Mobilität junger Menschen

Internationale, pädagogische Mobilität ist ein wahres Instrument für die soziale und lokale Entwicklung und die berufliche Integration für alle.

Berufliche Eingliederung

Ausgehend von pädagogischen Mobilitätsprojekten ist das Hauptziel die Integration junger Menschen im Rahmen eines Lernprozesses und anhand der Entwicklung von zwischenmenschlichen, sozialen, interkulturellen und beruflichen Kompetenzen.

Interkulturelles Lernen

Die Projekte des Vereins basieren auf einer einzigartigen Pädagogik rund um die Begegnung von Kulturen, die Aufwertung von Identitäten, den interkulturellen Dialog und gegenseitigem Respekt.

Was wir tun

Der Verein Une Terre Culturelle organisiert internationale Begegnungen für junge Menschen mit geringeren Mobilitätsmöglichkeiten und entwickelt Fortbildungen im Bereich des interkulturellen Lernens für Akteure im sozio-pädagogischen und kulturellen Bereich.

Darüber hinaus bieten wiretwa 150 Jugendlichen pro Jahr verschiedene Praktikums- und Freiwilligeneinsätze an, die sowohl lokal als auch international im Rahmen des französischen Zivil- und Freiwilligendienstes (Service civique, SC), des französischen Zivil- und Freiwilligendienstes im Ausland (Service civique international, SCI), des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes (DFFD) und des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) stattfinden.

In Marseille finden all diese Aktionen und Projekte seit April 2018 im “Maison de l’Interculturel et du Volontariat“ (Haus der Interkulturalität und des Volontariats, 4 Chemin des Bessons, 13014 Marseille) statt. Das Maison IV ist ein offener deutsch-französischer und euro-mediterraner Ort des Austauschs und des Teilens, der sich kontinuierlich neu erfindet.

Seit 1993 hat Une Terre Culturelle dank der Ausschreibungen des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und der europäischen Programme Jugendmobilitätsprojekte durchgeführt. Diese Erfahrung hat bei der Gründung des Vereins Une Terre Culturelle im Jahr 2002 die Umsetzung von Aktionen begünstigt, die auf stabilen und qualitativ hochwertigen lokalen und internationalen Partnerschaften basierten.

Voneinander lernen, sich selbst kennen lernen, um den anderen besser kennen zu lernen.   

Bei jedem Treffen sind unsere Programme um eine grundlegende Architektur herum aufgebaut und umfassen : 

  • Übungen zum Kontaktaufbau, Kommunikation und Gruppenzusammenhalt.
  • Methoden der Entzifferung und Entschlüsselung, interkulturelle Übungen, die das Wissen über das eigenen kulturellen Umfelds und die Kulturer der Anderen fördern.
  • Sprachübungen und -animationen, um die Teilnehmer*innen für die Bedeutung des Erlernens anderer Sprachen zu sensibilisieren.
  • Debatten und Treffen mit lokalen Akteuren.

 

Unser Team

Rafik Mousli

Direktor - Pädagogischer Mitarbeiter DFJW

Janina Chetty

Stellvertretende Direktorin - Koordinatorin kollektive Mobilität

Julie Poteloin

Koordinatorin individuelle Mobilität

Victor Payan

Projektbeauftragter für kollektive Mobilität

Zoe Cristianini

Interkulturelle Mediatorin

Tom Göhring

Projektbeauftragter für kollektive Mobilität

Sophie Asch

Projektbeauftragte für Bildungsmobilität

Capucine Blaisse

Projektbeauftragte für Bildungsmobilität Pangera e.V

Aboubakar Mouridi

Designer für visuelle Kommunikation

Imane Mdarhri

Freiwillige im Europäischen Solidaritätskorps

Yuna Gy

Freiwillige im "Service civique" - Pangera e.V

Nazim Khima

Freiwilliger im Europäischen Solidaritätskorps

Marah Hanoon

Freiwilliger im Europäischen Solidaritätskorps

Haus der Interkulturalität und der Freiwilligendienstes

Seit April 2018 beherbergt das Maison IV (4 chemin des Bessons im 14. Arrondissement von Marseille) ein ehrgeiziges und innovatives Projekt an einem einzigartigen Ort.

Etwa zwanzig Personen entwickeln Aktionen rund um pädagogische Mobilitätsprojekte: Freiwilligendienste, lokale und internationale Praktika, Stadtteilveranstaltungen und internationaler Austausch von jungen Menschen und Sozialarbeiter*innen.

Die vor Ort entwickelten Beziehungen fördern die Entwicklung von vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen mit transnationaler Dimension. Sie unterstützen die Bemühungen aller Akteure unter Einsatz interkulturelle Lernmethoden um die Hindernisse für die soziale und wirtschaftliche Integration zu überwinden.

Dieses von Mitbestimmung geprägte, dem Gemeinwohl dienende, Projekt fördert ein besseres Zusammenspiel von Initiativen zur Begleitung und Unterstützung vielfältiger internationaler Aktivitäten: Austausch, internationale Diskussionsgruppen, thematische Ausbildung (interkulturelle Animation, Sozialarbeit, Vielfalt, Partizipation, Umwelt, Ökologie, Integration, zivilgesellschaftliches Engagement, Kampf gegen Ausgrenzung, ...) unter Verwendung verschiedener Formate, die individuelle und/oder kollektive Mobilität beinhalten.

PANGERA e.V. Berlin

Eine Initiative von deutschen Akteur*innen sozialpädagogischer Arbeit, interkulturellen Jugendleiter*innen, deutschen Vereinspartnern und Une Terre Culturelle hat zur Gründung des Vereins Pangera e. V. in Deutschland geführt.

Seit 2002 hat der Verein Une Terre Culturelle zahlreiche deutsche Partner und Akteure bei der Durchführung, Vorbereitung, Nachbereitung, Animation und Auswertung von Jugendaustauschprojekten und Seminaren begleitet und unterstützt. Aufgrund des Erfolgs vieler Projekte in den letzten Jahren, beschlossen “Une Terre Culturelle” und diese Gruppe von Partnern den Verein Pangera e.V. in Deutschland zu gründen.

Diese Gründung diente nicht nur der Formalisierung eines bestehenden Netzwerks. Es ist auch eine konkrete Strategie zur Überwindung von Hindernissen bei der Öffnung der internationalen Jugendarbeit für eine vielfältige Zielgruppe. Die Mitglieder von Pangera e.V. setzen sich gemeinsam mit dem Verein “Une Terre Culturelle” für die Stärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit und die konkrete Umsetzung der Strategie "Diversität und Partizipation" des Deutsch-Französischen Jugendwerks ein.

Partner

Alle Aktionen von Une Terre Culturelle sind auf der Grundlage stabiler und qualitativ hochwertiger lokaler und internationaler Partnerschaften aufgebaut. Unsere Partner in Frankreich und im Ausland heißen junge Freiwillige im Freiwilligendienst willkommen und beteiligen sich an unseren Projekten. Der komplementäre Charakter der Strukturen sowie die bereichsübergreifenden Aktionen und Ansätze ermöglichen ein solides Partnerschaftsnetzwerk und qualitativ hochwertige Kooperationen.

Lokale Partner

Internationale Partner

Partner werden

Accueillir un·e volontaire local·e ou international·e

Le rôle d'Une Terre Culturelle

Une Terre Culturelle se charge des tâches administratives vous permettant d’accueillir un·e volontaire au sein de votre structure.

L’association vous transmet les candidatures et organise les entretiens. Lorsque la sélection est terminée, elle se charge de la signature du contrat et de répondre aux questions du·de la jeune concernant leur statut. Une Terre Culturelle se charge d’inscrire le·la volontaire à la formation PSC1 et lui propose un petit panel de formations civiques et citoyennes, allant de la formation locale de 2 jours sur le thème de la participation et de la diversité, à la formation plurinationale de plusieurs semaines sur le thème de l’interculturalité.

Enfin, elle participe au bon déroulement de la mission en organisant des temps de rencontre et d’évaluation avec le·la volontaire.

Les missions effectuées par les volontaires peuvent être variées, et s’adaptent aux besoins de la structure d’accueil mais aussi et surtout aux envies des jeunes, car ils-elles sont là pour apprendre autant que pour donner de leur énergie.

C’est l’occasion d’un soutien supplémentaire dans son équipe, la possibilité d’un regard nouveau sur le fonctionnement interne et la chance de pouvoir échanger ses pratiques avec une personne venue d’une autre culture et, ainsi, de construire des liens qui durent parfois toute une vie.

C’est aussi un moyen de s’ouvrir sur le monde, sur d’autres cultures et de créer de nouveaux partenariats à l’international. Pour les  usager·ère·s des structures hôtes, la présence de volontaires est enrichissante pour développer de nouvelles activités portées par le-la volontaire.

Organiser un échange interculturel de jeunes

Une Terre Culturelle organise une grande partie de nos échanges interculturels de jeunes avec des partenaires locaux et internationaux : centres sociaux, associations, structures socio-éducatives, etc. Les projets d’échanges interculturels de jeunes sont co-construits par Une Terre Culturelle et ses partenaires afin de développer un projet commun qui englobe la vision et les envies de tous les partenaires. Pour cela, nous organisons tout au long du projet des réunions régulières avec tous les partenaires du projet.

L’association se charge des tâches administratives et de l’organisation logistique des échanges. Les partenaires sont sollicités pour le “recrutement” des jeunes et sont pleinement impliqués dans l’élaboration du programme et des activités, ainsi que dans l’évaluation et valorisation du projet auprès du public. Leur connaissance du terrain et des jeunes est essentielle dans la construction et le développement du projet.

Découvrez les échanges interculturels sur notre blog . Si vous êtes intéressé·e·s par un partenariat avec nous, vous pouvez nous écrire à info@uneterreculturelle.org. Nos projets d’échanges de jeunes sont soutenus par l’Office franco-allemand pour la Jeunesse et le programme européen Erasmus + 

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Comment nous soutenir ?

C'est facile - faites un don !

Une Terre Culturelle est éligible au mécénat et peut émettre un reçu de don.

Que vous soyez un·e participant·e ayant profité d'une expérience de mobilité éducative inoubliable au cours de 25 dernières années, que vous suivez les actions de l'association avec un œil bienveillant depuis un moment ou que vous venez de découvrir Une Terre Culturelle - votre soutien est précieux.

Pour les particuliers :

Vous pouvez faire un don ouvrant droit à une réduction d’impôts de 66% de somme versée, dans la limite de 20% du revenu imposable.

En soutenant notre association, vous contribuez à l'épanouissement et à l'insertion socio-professionnelle des jeunes participant·e·s ayant moins d'opportunités de mobilité, à promouvoir la lutte contre la discrimination et les préjugés et à soutenir le rapprochement des citoyen·ne·s euro-méditerranéen·ne·s. 

Pour les entreprises :

Vous bénéficiez d’un droit de réduction d’impôts sur les sociétés de 60% des montants engagés en numéraire, en nature ou en compétences, dans la limite de 0,5% du chiffre d’affaire.

Votre soutien n'a pas besoin d'être financier, vous pouvez aussi opter pour réaliser bénévolement une tâche précise ou apporter un service bien particulier, par exemple en lien avec la formation de notre équipe, la rénovation de la Maison IV,..

Pourquoi pas mettre à disposition un·e ou plusieurs de vos salarié·e·s à l’association ? Participer à des actions de volontariat sur son temps de travail lui permettra d’augmenter sa motivation et son bien-être professionnel. Travailler directement pour impacter positivement la société est porteur de sens et donc, épanouissant.

Devenir bénévole

Bénévole chez Une Terre Culturelle

Un engagement social et sociétal qui permet de se sentir utile et de développer ses compétences interculturelles.

Il existe autant de missions de bénévolat que de bénévoles, chaque parcours est unique, adapté aux compétences de chacun·e et à ses attentes.

Certain·e·s bénévoles d’Une Terre Culturelle animent des ateliers de jardinage avec les volontaires à la Maison IV, d’autres soutiennent le secteur communication dans l’organisation de manifestations, accompagnent des volontaires étranger·ère·s dans leurs démarches à leur arrivée à Marseille et d’autres encore font bénéficier le public de leurs compétences linguistiques lors d’animations.